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Donnerstag, 14 November 2019

Dag aus Amsterdam

Dag aus Amsterdam

Amsterdam hat mehr Kanäle als Venedig. Die Stadt der Grachten muss man vom Wasser aus betrachten. Eine Tour mit dem Tretboot ist da eine echte Alternative zu den üblichen Touri-Booten. Volle Fußkraft voraus ab acht Euro pro Stunde - und der Kreislauf kommt auch noch in Schwung.


Nur gut, dass die Anreise so schön entspannt war. Die City-Night-Line fährt aus Deutschland über Nacht nach Amsterdam. Das spart einen ganzen Tag Reisezeit und ist durchaus praktikabel. Bequem mit Decke und Kissen im Ruhesessel schlummern, Füße hoch und schon vom Kurzurlaub träumen. Das gibt es für Hin- und Rückfahrt ab 58 Euro. Der Zug hält morgens mitten in der Stadt, und ein Auto wird man garantiert nicht vermissen.


Kräftig in die Pedale treten
In Amsterdam kann man getrost Auto oder U-Bahn vergessen, man sollte es sportlich angehen. Der Drahtesel - oder das "fiets", wie das Fahrrad dort heißt - ist eindeutig die beste Art der Fortbewegung. Für 6,50 Euro kann man einen Tag lang im nicht enden wollenden Strom der Fahrradfahrer "mitfließen". Auf etwa 800.000 Einwohner kommen hier 400.000 Zweiräder.


Die Stadtbesichtigung vom Radweg bietet neben der einfachen Fortbewegung einen weiteren Vorteil: Wer radelt, darf auch ordentlich schlemmen. Ein erklärtes Lieblingsgericht der Amsterdamer ist nämlich der Pfannkuchen. Mit üppigem Belag und Getränk macht das genau zehn Euro pro Portion. Ob süß oder herzhaft, ob mittags oder abends, Pfannkuchen gehen immer und geben mächtig Energie für weitere Unternehmungen.


Kostenlose Hörprobe
Im kostenlosen Stadtmagazin, das fast überall ausliegt, findet man ein paar Anregungen. Wer mittags eine halbe Stunde Zeit hat, sollte unbedingt zum schönen Konzerthaus kommen. Hier spielen die Musiker des königlichen Orchesters in lockerer Atmosphäre Auszüge aus dem Abendprogramm. Der Vorgeschmack kostet keinen Cent - deshalb ist der Saal auch immer gut gefüllt.


Was natürlich auch nicht fehlen darf, ist ein Besuch auf dem bekannten Blumenmarkt in der Altstadt, der täglich stattfindet. Wie wäre es mit ein paar Tulpenzwiebeln aus Amsterdam? Auch sehenswert ist die Führung durch die Werkstätten von Gassan Diamonds, einem Edelstein verarbeitenden Betrieb. Das Ansehen der lupenreinen Brillanten ist kostenlos, die Preise sind aber zu hoch für das enge Budget.


Elegant übernachten
Das Hotel Rembrandt liegt zentral in einem herrschaftlichen Altbau. Der Frühstücksraum mit hohen Decken und charmant altmodischem Flair erinnert an den Namensgeber. Die Zimmer bieten guten Komfort: Bad, Fernseher und teilweise schöne, großzügige Terrassen. Der Preis macht sich mit 42,50 Euro pro Person im Doppelzimmer, inklusive Frühstück, gut auf der Rechnung. Zwischenbilanz: Bisher wurden 125 Euro ausgegeben.


Da reicht das Budget noch für ein bisschen Nachtleben. Traditionell trifft man sich in den "braunen Cafés", eine Art Kneipe mit viel dunklem Holz und einer ganz besonderen Atmosphäre. Fünf Euro reichen hier für drei Bier. Und noch ein Tipp: Gönnen Sie sich auf dem Heimweg einen Blick über die Brücken voller romantischer Glitzerlichter.


Hotel Rembrandt


http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,2187978,00.html

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